James Bond: Ein Quantum Trost

16 11 2008

Gestern Abend also Bond. James Bond. Ein Garant für tolle Drehorte, viele Stunts und schöne Frauen. Soviel zumindest gibt es auch im aktuellen James Bond Streifen. Allerdings bricht der Film mit vielen Bond Traditionen. Kein Q, keine High-Tec Waffen, keine Martinis, kein „Mein Name ist Bond. James Bond“ und keine Miss Monypenny. Was hat der Film denn dann noch? Nun, einen genialen Hauptdarsteller, eine interessante Story und ein tolles Flair. Ich gebe zu, auch ich stand vor „Casino Royal“ Daniel Craig kritisch gegenüber, aber er spielt den britischen Topagenten einfach klasse. Diese kalte Aura, bei der man aber immer erkennt, dass es in ihm brodelt, macht Bond erstmals „menschlich“.

poster

In den alten Bondfilmen war Bond immer irgendwie oberflächlich, zeigte wenig Gefühle und meisterte alles mit einem ironischen Spruch. Der aktuelle Bond ist reifer geworden, gesteht sich Gefühle ein und ist trotzdem knallhart und gnadenlos. Mir gefällt der neue Stil wirklich gut. Allerdings sollte man vielleicht nicht mit allen Traditionen brechen, sonst wird Bond bald nur noch ein sehr guter Actionfilm sein. Eine tolle Homage an Goldfinger findet sich allerdings in „Ein Quantum Trost“…ich verrate mal nichts, für diejenigen, die ihn noch nicht gesehen haben. Eine weitere Tradition wird dann doch fortgesetzt, die, zum Teil recht ungewöhnlichen, Namen der Frauen, die Bond umgeben. Sind es in den alten Filmen „Godnight“ oder „Pussy Galore“, ist es im aktuellen Streifen „Strawberry Fields“. Die Dialoge, besonders die mit „M“ (wieder genial Judy Dench), sind teils spitz, teils ironisch, aber nie platt. Mein Fazit also, das ist sicherlich nicht der beste Bondfilm aller Zeiten, aber er spielt weit oben mit. Wie gesagt, der neue Stil gefällt mir ganz gut, weg von dem immer lächelnden High-Tec Spion, hin zu einem zerrissenen Helden, mit Makeln und Zweifeln behaftet, aber immer auf der Jagd nach dem Bösen.

Gruß, Martin

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Der Baader Meinhof Komplex

5 10 2008

Hallo zusammen,

es war ein anderer Kinoabend als sonst. Wir waren zu Siebt im Baader Meinhof Komplex und es war eine angespannte Stimmung nach dem Film. Es bestand Gesprächsbedarf unter uns…der Film bewegt. Das Kapitel RAF ist in unserer Geschichte ja noch ein recht Junges, ich hatte davon auf jeden Fall in der Schule noch nie etwas gehört. Erst über die Flugzeugentführung der „Landshut“ wurde ich auf die RAF und die ganzen Zusammenhänge aufmerksam.

Jetzt wurde das Buch von Stefan Aust verfilmt. Bernd Eichinger hat die erste Garde der deutschen Schauspieler für diesen Film zusammengetrommelt und ich muss sagen, es hat sich wahrlich gelohnt. Die Intensität des Stoffs und die Darstellung der Protagonisten ist beeindruckend. Die Wandlung von Aufständischen zu Topterroristen ist glaubhaft (und erschreckend) dargestellt. Durch reale Tagesschauberichte, Radiosendungen und eine perfekte Ausstattung taucht man komplett in die damalige Zeit ein. Für mich, als jemand der 1979 geboren wurde, ist es heute unvorstellbar, in einem Land zu leben, in dem Polizeibrutaliät herrscht, in dem Fahndungsplakate an jeder Ecke hängen, die Nachrichten voll von politischen Morden und Bombenanschlägen sind und in der Verlagshäuser und Autos brennen…das alles fängt der Film perfekt, bedrückend perfekt ein… mein Fazit: Der Film ist keiner, nachdem man einfach so schlafen geht, er fesselt, beeindruckt und hat für mich das Prädikat „unbedingt ansehen“ verdient. Bleibt zu hoffen, dass auch dieser Teil unserer Geschichte bald in die Schulen einzieht…

„Die Revolution sagt:
ich war
ich bin
ich werde sein“

Gruß, ein nachdenklicher Martin





Batman: The Dark Knight

22 09 2008

Hallo Filmfans,

endlich haben auch wir es geschafft und waren gestern Abend in Batman: The Dark Knight. Man hat ja schon viel darüber gelesen, über die tolle Darstellung des Jokers von Heath Ledger und die insgesamt geniale Atmosphäre des Films. Was soll ich sagen…es stimmt. Der Film ist genial. Die Actionszenen sind toll umgesetzt, die Musik, natürlich von Hans Zimmer, passt genau und auch die Schauspieler passen perfekt in ihre Rollen. Auch dieses Mal toll: Michael Caine und Morgen Freeman. Wenn man sogar die Nebenrollen so besetzen kann, hat das schon was…

Allen voran aber Heath Ledger als Joker. Von der Gestik, über das Aussehen, bis hin zur Stimme (die bei uns natürlich die Synchronstimme ist, die aber auch perfekt passt) ist Ledger der Joker, er spielt ihn nicht nur. Der perfide Versuch, Batman auf die dunkle Seite zu ziehen ist einfach genial. Der Plan Gotham zu tyrannsieren ist hinterlistig, fies und gemein…so wie ein Superschurke halt sein muss 😉 . Wenn man dann noch weiß, das sich Ledger nach den Dreharbeiten umgebracht hat, wirkt alles noch eine bisschen finsterer…

Fazit: Reingehen, anschauen und genießen….

Gruß, Martin





Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers

19 08 2008

Hallo Kinofans,

wir haben gestern, recht spontan, beschlossen, mal wieder ins Kino zu gehen. Da „The Dark Knight“ noch nicht lief haben wir uns für den dritten Teil der „Mumien-Filme“ entschieden. Wieder einmal spielt Branden Fraser den Abenteurer Rick O’Connell. Leider wird seine Ehefrau nicht mehr von Rachel Weisz gespielt, sondern von Maria Bello. Die Rolle der Mumie hat dieses Mal Jet Li inne. Und hier gibt es auch schon die erste große Änderung zu den beiden ersten Teilen, dieses Mal ist die Mumie kein untoter Ägypter, sondern ein chinesischer Kaiser…

Was soll man sagen, für einen netten Kinoabend war das nicht schlecht, aber aus der Trilogie ist das sicherlich der schwächste Teil. Der spritzige Humor aus den beiden ersten Teilen geht dem aktuellen Film ab, auch die Story wirk stellenweise arg konstruiert. Der Fluch, der so einige Fortsetzungen ereilt hat. Aber wie gesagt, für einen schönen Abend ist der Film ganz OK.

Gruß, Martin





Superhero Movie

1 08 2008

Hallo Leute,

ab und an muss man auch einfach mal ins Kino gehen um zu lachen. Das Leben ist übel genug 😉 . Wir sind gerade aus dem Film „Superhero Movie“ gekommen. Es gab im Vorfeld einige Indizien, die für einen ganz guten Film sprachen…Leslie Nielsen spielt eine Rolle und der Produzent ist David Zucker…der schon legendäre Filme wie „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug (Airplane)“ gemacht hat. In „Superhero Movie“ werden die erfolgreichsten „Heldenfilme“ der letzten Zeit aufs Korn genommen…

Die Idee ist auch gar nicht mal so schlecht. Rick Riker ist der klassische Loosertyp und wird bei einem Schulausflug von einer genmanipulierten Libelle gebissen…daraufhin wird er zu „Dragonfly“…nun ja, man braucht keinen Röntgenblick um die Spidermanstory zu erkennen. Der Film ist ganz lustig…aber leider nur stellenweise. Die paar guten Gags tragen den Film leider nicht über die volle Distanz…zumal man, wie in vielen Parodien in der letzten Zeit üblich, des öfteren auf die „Ekelschiene“ abgleitet. Schade eigentlich, die Geschichte hätte Potential gehabt…

Für mich als bekennender Star Trek Fan war es aber ganz interessant, den Schauspieler Brent Spiner mal wieder zu sehen…“Trekkies“ werden sich erinnern, das ist „Data“ aus Star Trek TNG. Er spielt hier einen Wissenschaftler in Diensten des Superschurken…keine Glanzrolle, aber schön ihn mal wieder gesehen zu haben.

Gruß, Martin





Hancock

5 07 2008

Aus großer Kraft resultiert große Verantwortung!

Was schon Tante May dem jungen Peter Parker mit auf den Weg gegeben hat, sollte eigentlich für alle Superhelden gelten. Nicht so für Hancock. Im aktuellen Kinofilm mit Will Smith geht es um den „Superheld“ John Hancock, der es immer wieder schafft, bei seinen Heldentaten ein riesen Chaos anzurichten. Zudem ist er einfach ein unsympathischer Kerl. Dann rettet er einem PR-Berater das Leben und es beginnt sich vieles zu ändern…

Ich will gar nicht weiter auf den Film eingehen, der Kinotrailer zeigte eine Seite des Films, der Film hat aber noch eine Andere. Der Film beginnt rasant und anfangs mutet alles nach einer Komödie, die zweite Hälfte des Films geht dann in eine andere Richtung…die Wendung ist schon überraschend. So viel möchte ich gar nicht verraten, aber schlecht ist der Film nicht. Es gibt einige Logikschnitzer, aber wer gutes Popcornkino erwartet, wird sicher nicht enttäuscht…und Smith zeigt, für mich, mal wieder, dass er so ziemlich alles spielen kann…

Gruß, Martin





Indiana Jones ist zurück…endlich!

23 05 2008

Wie war das mit dem „alles kehrt irgendwie zurück“. Seit gestern also läuft „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ in den deutschen Kinos. Die Kritiker haben im Vorfeld nicht eben gut über den neuen „Indy“ geschrieben…seelenlos, mit deutlichen Längen, unrealistische Story…nun, wir waren gestern im Kino und was soll ich sagen…es war ein klassischer Indiana Jones Film. Von seelenlos und irgendwelchen Längen konnte ich nichts erkennen, an der Story hätte zwar auch Erich von Däniken und Fox Mulder seine helle Freude gehabt, aber mal im Ernst, im ersten Teil sucht Indy die Bundeslade, aus der am Ende Dämonen kommen und im dritten Teil findet er den heiligen Gral, der von einem 1000 Jahre alten Ritter bewacht wird…was sind da schon ein paar Aliens?

Im Ernst, ich fühlte mich prächtig unterhalten. Die Stunts waren klasse, die Anspielungen auf die alten Indy Filme und Fords Alter waren toll eingeflochten (super Szene, als die böse russische Agentin versucht Jones Gedanken zu lesen und dabei dieselbe Geste macht, wie Lord Vader 😉 ). Wir haben viel gelacht und die Jugendflaschbacks waren spätestens beim erklingen des Indiana Jones Themas garantiert.

Fazit: Der Film ist sicherlich nicht der Beste der Reihe (für mich ist das immer noch Teil 3) aber ich fand es tolle Unterhaltung mit dem gewissen Kultfaktor. Somit sind jetzt fast alle Helden meiner Jugend zurück…McClane, Balboa, Rambo und jetzt auch noch Dr. Jones… 😉

Gruß, Martin