Spotten in Weeze 15.05.2010

15 05 2010

Hallo zusammen,

was für ein toller Tag. Die Airline Hamburg International hat heute Mittag einen Rundflug für Mitglieder von sgniederrhein.net und  pro:nrn, einer Bürgeriniative für den Flughafen Weeze, durchgeführt. Ich war dabei und habe es sehr genossen. Der etwa 60 minütige Flug ging über den Niederrhein und einen Teil des Ruhrgebietes. Es war ein recht bockiger, aber wunderschöner Flug…

Tolle Kommentare der Co-Pilotin, super Bordservice und tolle Gesellschaft…vielen Dank Hamburg International und pro:nrn 😉 . Beim Klick auf das Foto gelangt ihr zu einigen Bildern des heutigen Fluges. Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen…

Gruß, Martin

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6 responses

16 05 2010
Torsten

Die sind ja mutiger, als ich dachte. Im Umkreis sind ca. 3 Segelflugwettbewerbe und gestern konnte man praktisch nirgends kreisen ohne nicht sofort von 2-3 Seglern umringt zu sein. Und die nageln da mit ihrer Blechkiste mitten durch. Flugsicherheit scheint bei denen auch nur dann eine Rolle zu spielen, wenn sie damit ihre wirtschaftlichen Interessen durchsetzen können. Sonst scheinen sie das nicht so ernst zu nehmen.

Gruß
Torsten

16 05 2010
Martin

Hi,

wir haben mehrer Segelflieger überflogen. Waren allerdings deutlich höher. Ich gehe davon aus, dass da vorne im Cockpit Profis gesessen haben und auch die Lotsen, die den Rundflugkorridor freigegeben haben werden sicherlich Profis gewesen sein, die nicht wegen kommerzieller Interessen einen Crash mit einem Segelflieger riskiert hätten.

Gruß
Martin

16 05 2010
Torsten

Martin, wenn die in einer Höhe rumgeflogen sind, dass ihr Segelflieger sehen konntet und Ihr UNTER der Wolkenbasis wart – dann haben die Lotsen mit dem Flug nichts zu tun gehabt. Die fangen ihre Arbeit erst im Luftraum C an und der variiert von ca. 1050m über Oedt über 1372m über Kempen bis zu ca. 1980m rund um Weeze. Da drüber sind nur noch geführte Flugzeuge, da drunter kann im wesentlichen jeder machen, was er will. Und Segelflugzeuge OHNE Transponder (= 99% aller deutschen Segler) sind unsichtbar. Kein Lotse dieser Welt kann die sehen, kein TCAS (Kollisionswarnung der Liner) sieht uns. Da hilft nur sehen und gesehen werden. Und die Sehschlitze von sonem Airbus sind klein gemessen an dem Tempo, mit dem er fliegt (gut im unteren Luftraum darf er nur max 250kts – aber das ist immer noch sehr schnell).
Gruß
Torsten

16 05 2010
Martin

Hm,

bin ja da blutiger Laie, aber da es keine hektischen Ausweichmanöver auf beiden Seiten gab, wird es wohl OK gewesen sein. Aber mal andersherum gefragt, vielleicht sind die Segelflieger aus einem Airbus nicht so einfach zu entdecken, aber ihr könnt doch so einen blau/roten A319 kaum übersehen, oder? Und wie ist das mit den Werkstattflügen mit Cessna Citation, die regelmäßig von MGL über Grefrath führen…die Jets sind auch noch größtenteils weiß und viel kleiner als ein Airbus…wie weicht man denen denn aus? Überhaupt, das heißt die ganzen Cessnas, Segelflieger und Yaks fliegen alle nach Sicht und jeder kann fliegen wo er will? Wie klappt das mit Fallschirmspringern? Bestimmte Areale, wo ihr nicht hinfliegt oder wie klappt das? Habe ich mir ehrlich gesgat noch nie Gedanken drüber gemacht, aber das interessiert mich jetzt schon…

16 05 2010
Torsten

Das sind gute Fragen und die Antworten darauf sind nicht einfach und eigentlich nur verständlich, wenn man mal einen Blick auf die Luftfahrtkarte wirft. Aber der Reihe nach: natürlich haben wir eine Chance einen A320 zu sehen und wenn er langsam fliegt, dann knallt es vielleicht nicht mal. Wenn er schnell fliegt hat niemand eine Chance.

Generell gilt: alles außer Ballonfahrern muß Segelfliegern ausweichen. Manchmal vergessen die anderen das aber. Mich hat mal fast ein Alpha-Jet vom Himmel geholt. Kam schnell an und machte keine Anstalten auszuweichen.

Die ganzen Cessnas und Yaks am Platz WISSEN, dass wir nach dem Prinzip See-And-Avoid fliegen. Wir sind alle auf derselben Funkfrequenz und im Platzbereich gibt es Spielregeln, wie jeder jedem anderen sagt, wo er ist und was er vor hat. Da gibt’s keine Probleme.

Fallschirmspringer sind so eine Sache. Das Gesetz sagt, man darf nicht springen, wenn man nicht sicher stellen kann, dass es nicht knallt. Das geht bei Wolken nie – trotzdem springen die Grefrather Springer unter solchen Bedingungen. Oberhalb von 3500 / 4500ft (je nachdem wo am Platz) ist das kontrollierter Luftraum und die DFS stellt sicher, daß es nicht zum Knall kommt. Unterhalb haben wir das in Grefrath so geregelt, daß die Springer immer im Norden des Platzes sind. Wir fliegen da nicht hin, wenn wir im Funk hören, daß die Springer gleich kommen.

Die wirklichen Details dann im Zweiergespräch mit dem Blick auf die Karte.

Gruß
Torsten

18 05 2010
Martin

Hi Torsten,

man lernt doch nie aus. Vielen Dank für die ausführlichen Informationen…

Gruß
Martin

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