2. FaMI-Tag in NRW

5 10 2009

Hallo zusammen,

nach einer, recht stauigen Rückfahrt, bin ich endlich zu Hause angekommen und habe ein wenig Zeit den heutigen FaMI-Tag Revue passieren zu lassen. Aber der Reihe nach. Heute fand in Mülheim der 2. FaMI Tag in NRW statt. Für diejenigen unter Euch, die sich da jetzt so gar nichts drunter vorstellen können, sei kurz erklärt, dass das Wort FaMI die Abkürzung für meinen Beruf ist. Ausgeschrieben heißt das Ganze dann Fachangestellter für Medien und Informationsdienste. Den Job gibt es dann noch in fünf Fachrichtungen, Bibliothek, Information und Dokumentation, Medizinische Dokumentation, Archiv und Bildagentur…wer hier aufmerksam mit liest, wird mittlerweile erraten haben, dass ich im Bereich Bibliothek zu Hause bin 😉 . Beim FaMI Tag treffen sich dann halt jede Menge FaMIs, man fachsimpelt, trifft Schulkollegen wieder, hört sich Vorträge an und nimmt an Workshops teil. So auch heute. Eigentlich war es geplant, die komplette Veranstaltung in der brandneuen Stadtbibliothek Mülheim abzuhalten, aber der grandiose Andrang zwang die Veranstalter, zumindest für die Vorträge, in ein Kino auszuweichen. Das Ganze tat dem Gehalt der Vorträge aber keinen Abbruch. Im Gegenteil, es war interessant zu hören, was aus der Studie von Astrid Seng geworden ist. Vielleicht erinnert sich noch jemand an meinen Post vom Anfang des Jahres HIER. Frau Seng hat heute, recht ausführlich, ihre Ergebnisse dargelegt. Wenn auch nicht repräsentativ im empirischen Sinne, so doch recht aussagekräftig was den Verbleib und die Chancen von FaMIs angeht.

Auch der zweite Vortrag von Frau Karin Holste-Flinsbach war interessant, auch wenn ich einige Aspekte der RFID Technik ein wenig anders sehe als sie. Sieht man doch in der Mediothek Krefeld, dass die Arbeit der FaMIs durch die neue Technologie um einiges qualifizierter geworden ist. Nun ja, wie sich das Ganze entwickelt wird die Zukunft zeigen…

Nach dem Vortragblock ging es dann endlich in das neue „MedienHaus„. Bevor wir uns mit RSS, Wikkis und ähnlichem in einem Workshop befassten, gab es eine Führung durch das Haus…

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Es ist schon eine schöne Tatsache, dass derzeit so viele Bibliotheksneubauten entstehen. Unser Haus ist erst ein knappes Jahr alt, in Berlin werden gleich mehrere Bibliotheken neu gebaut, Duisburg bekommt mit dem Stadtfenster einen Neubau und auch in Mülheim steht das MedienHaus erst seit August diesen Jahres. Das merkt man, das ganze Haus riecht noch neu 😉 . Was sehr positiv auffällt sind die vielen Farben, es ist richtig bunt geworden. Die verschiedenen Ebenen haben verschiedene Farben…die Kiddies finden sich zum Beispiel bei Grün wieder..

theke

Obligat in neuen Häusern ist natürlich die Selbstverbuchung. Hier muss ich ehrlicherweise zugeben, dass mir die Kombination aus unserem Bibliothekssystem und unserer Selbstverbuchung besser gefällt als die Kombination der Kollegen aus Mülheim. Darauf einzugehen wäre aber jetzt arg fachspezifisch, deshalb erspare ich Euch das Mal…schön aussehen tut das Mülheimer System in jedem Fall…

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Irgendwie scheinen Designer und Innenarchitekten eine Vorliebe für Lampen zu haben. Die Exemplare in unserem Clubleseraum wurden ja auch „durchgestylt“ und auch in Mühlheim hat die schnöde an der Decke baumelnde Neonröhre ausgedient 😉

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Überhaupt wirkt das Haus sehr „durchdesignt“, an vielen Stellen finden sich pfiffige Detaillösungen, wie etwa begehbare Regale für die Kinder und Abhörstationen, die direkt in Nahbereichsregale eingebettet sind…

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Das Wetter ließ es heute nicht zu, aber ich denke, auch die zwei Außenterrassen finden bei den Lesern regen Zuspruch…

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Alles in allem ein tolles, neues Haus. Auch hier wird mehr und mehr daran gearbeitet, die Bibliothek zu einem Aufenthaltsraum zu machen. Die Anordnung der Sitzgelegenheiten, die hohe Anzahl an Internetplätzen und das Café sorgen, ganz ähnlich wie bei uns in Krefeld, für einen Wohlfühlfaktor, der klar macht, dass Bibliotheken vom reinen Ausleihort weg zu einem Edutainment-Areal werden. Schön gemacht…

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…tauschen möchte ich trotzdem nicht 😉 . An dieser Stelle auch nochmal viele Grüße an Mandy und Nadine, es war echt schön Euch mal wiedergesehen zu haben….

Gruß, Martin

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2 responses

8 10 2009
KiSa

Ich finde die Selbstverbuchungstheken sehen angenehm groß aus, so dass auch mal ein Quart-Band draufpasst (in Reutlingen in der Stb sind die sehr klein). Auch farblich und allgemein Design-technisch schön gestaltet, nur die Lampen finde ich etwas gewöhnungsbedürftig. Passt aber sehr gut. Bin selbst FAMI-Azubi und wäre gerne dagewesen, vor allem die Ergebnisase von Astrid Seng interessieren mich. Weist du, ob sie die irgendwo im Internet veröffentlicht? Vielleicht wird die sich ja auch im Fami-portal nochmal melden.

Grüße
KiSa

8 10 2009
Martin

Hallo KiSa,

vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich weiß, dass sie die Ergebnisse veröffentlichen wird, auf dem FaMI-Tag hatte sie auch die Webadresse dabei, allerdings habe ich das versäumt mitzuschreiben. Aber das Ganze soll wohl auch nochmal über die üblichen Kanäle verbreitet werden. Und der netbib Blog wird das mit Sicherheit aufgreifen.

Gruß, Martin

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