The Nokia Night Of The Proms

17 12 2007

Hallo Musikfans,

vielleicht kennen das Konzept ja einige von Euch. Seit 1985 gibt es die Night of the Proms. Dabei spielt ein klassisches Orchester, ein klassischer Chor und mehr oder weniger aktuelle Rock und Pop Interpreten zusammen. Ich bin seit 2000 dabei, Manuela seit 2002. Seitdem haben wir keine NOTP verpasst. Die Mischung aus eingängigen klassischen Melodien und bekannten Rocksongs, begleitet von einem großen Orchester erzeugt Gänsehautfeeling pur…

Gestern sind wir etwas früher in Richtung Oberhausen aufgebrochen, da wir uns noch den Weihnachtsmarkt im CentrO ansehen wollten…der war aber derart überfüllt, dass es eigentlich nur ein „Weihnachtsmarktschieben“ war…die Dekoration im CentrO selbst ist schon beeindruckend…man fragt sich, ob hier auch an der Aktion „Licht aus!“ teilgenommen wurde 😉

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Dann ging es in die König-Pilsener Arena. Wie jedes Jahr haben wir erstmal die Karten für das kommende Jahr gekauft. Ein Zeichen für die Qualität der Night of the Proms…wir wissen nämlich noch gar nicht, welche Interpreten im nächsten Jahr dabei sind…nahezu pünktlich begann dann die Show…das Orchester „Il Novecento“ stimmt die Overtüre an…

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Auch, wenn ich sicherlich kein reiner Klassikfan bin, es ist schon ein tolles Gefühl, wenn ein großes Orchester live aufspielt, soviele Instrumente, der Klang, die Tiefe…sowas kann man nur live hören…einfach schön.

Nach einen längeren, klassischen Part spielte dann die korsische Band „Il Muvrini“ auf…die waren mir bis dahin zwar gänzlich unbekannt, machten ihre Sache aber ganz gut, zumal sie mit ungewöhnlichen Instrumenten, wie etwa einem Dudelsack auftraten…

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Für mich ein absolutes Highlight war Roby Lakatos, ein ungarischer Violinist. Er hat die Filmmusik zu Schilndles Liste gespielt und die Halle war totenstill…beeindruckend. Danach spielte er etwas fröhliches und beeindruckte mit seinem Können..interessant, welche gegensätzlichen Emotionen man mit Musik hervorrufen kann…

Richtig Stimmung kam dann bei Soulsister auf…die 80er Jahre Band spielte drei ihrer bekanntesten Titel und schloss den ersten Teil vor der Pause mit ihrem Hit „Way to your heart“ ab…

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Nach der Pause ging es mit Filmmusik weiter…das Orchester spielte, begleitet von Filmausschnitten auf der Leinwand, die Titelmusik von „Fluch der Karibik„…Gänsehaut pur…toller Einstand in den zweiten Teil…

Es folgten Paul Carrack, Frontmann von Mike and the Mechanics (Looking back over my shoulder) und ein weiteres Mal Roby Lakatos…ein tolles Duett präsentierten dann Il Muvrini und Paul Michiels, die „Fields of Gold“ anstimmten…

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Tja und dann ein weiteres Highlight…seit der ersten NOTP ist er dabei und jedes Mal flippt die Halle aus…Mr. John Miles präsentierte seinen Song „Music„. Das muss man mal erlebt haben. Die komplette Halle steht auf den Stühlen, klatscht und singt aus voller Kehle mit…dazu ein Chor, ein großes Orchester, E-Gitarren, ein Klavier und John Miles…absolut beeindruckendes Erlebnis…

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Darauf folgte der vermeintliche „Hauptact“…PUR. Nun gut, ich mag PUR eigentlich so gar nicht, war aber gespannt, wie die Songs mit großer Begleitung klingen…eine nette Überraschung war, dass „Abenteuerland“ im Duett mit John Miles, der kein Wort Deutsch spricht, gesungen wurde…das klang ganz interessant…

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Hinter uns saß, oder besser stand, oder besser hüpfte eine Dame, die Hardcorepurfan war und jeden Song mitgrölte…eine Reihe vor uns saß ein junger Mann, der bei jedem „Zugabe“-Ruf um Gnade flehte und lauthals „Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen“…sang. Nun ja, sooo schlecht war PUR gar nicht, auch wenn ich wohl kein Fan mehr werde.

Zum Abschluss, und auch das ist Tradition bei der Night, wird „Land of Hope an Glory“ gespielt. Dabei wird der Text eingeblendet und alle Gäste singen lauthals…auch hier ist die Gänsehaut garantiert…

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Was bleibt zu sagen…meiner Meinung nach war es eine rundum gelungene Veranstaltung. Der Ton war perfekt ausbalanciert, die Künstler waren gut drauf, die Lichtshow war toll und das Publikum ging gut mit. Trotzdem war es meine schwächste NOTP. Nicht schlecht, aber die Shows in den letzten Jahren hatten irgendwie deutlich mehr Pfeffer. Das liegt natürlich an den Künstlern, PUR ist eben kein Joe Cocker, kein Shaggy, kein Meat Loaf, kein Mike Oldfield…um nur ein paar weniger der letzten Jahre zu nennen…dennoch war es ein schöner Abend und wir sind gespannt, was uns im nächsten Jahr erwartet…

Gruß, Martin

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