Ports of call..oder der Jugend-Flashback…

22 08 2007

Hi Leute,

heute mal ein etwas anderer „Erlebnis-Bericht“. Sonja schreibt im Kommentar zum Simpsons-Beitrag,  ich solle doch nicht „Helden meiner Jugend“ schreiben…das ging ja noch, heute hat mich ein wahrer „Flashback“ erwischt. Die Psychopathologie spricht bei einem Flashback von folgendem:

Flashbacks können etwa bei einem Duft aus der Kindheit, beim Hören alter Lieblingslieder oder der Wahrnehmung eines aus der Vergangenheit bekannten Ortes auftreten. Dabei fühlt sich die Person für kurze Zeit, meist einige Sekunden und selten länger als drei Minuten, in die Situation zurück versetzt, bzw. erlebt sie erneut. Diese Art von Flashback ist nicht schädlich, sondern nur eine besondere Form intensiver Erinnerung.

Richtig, bei mir war es kein Duft, sondern ein Computerspiel. Ich war heute einkaufen und mir fiel das Spiel „Ports of call – Classic Edition“ in die Hände. Plötzlich war alles wieder da, die durchzocken Nächte, in denen man gegen gute Freunde mit schrottreifen Kähnen die Meere befuhr um Bananen von Dar-es-Salam nach Hamburg zu schippern…ab und zu mal illegale Waffenlieferung, Konventionalstrafen und Untiefen…erinnert sich noch jemand an diesen Startbildschirm?

PoC

Ich sehe mich heute noch an meinem Amiga sitzen und dieses Spiel spielen. Das aktuelle Ports of call, welches ich mir in einem Anflug von Sentimentalität natürlich gekauft habe, sieht wesentlich frischer aus. Die „Highlights“ der Originalversion gibt es aber immer noch…das manuelle Anlegen im Hafen (Gott habe ich dabei viele Kähne demoliert), die Piraten, die Unwetter, der Schiffmarkt mit seinen Rostkübeln und den unerschwinglichen High-Tech Schiffen…ich denke, ich werde die kommenden Nacht vor dem Rechner verbringen und in Erinnerungen schwelgen…so sieht der Schiffs-Broker im Jahr 2007 aus…

PoC

Ein bisschen wehmütig schmunzeln musste ich dann aber doch, als ich in der Packungsbeilage lesen musste: Und spielen sie außerdem die nostalgische Urversion aus alten Amigazeiten! Ja, ja, nostalgisch…man wird halt nicht jünger 😉

Gute Nach, ein etwas verklärter Martin


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3 responses

25 08 2007
Sonja

Ich bin begeistert!
Läuft das direkt über Win oder nur über Emulator?

Zum Thema „Flashback“: In D´dorf gibt es in der Altstadt so einen kleinen Laden, der Süssigkeiten aus unserer Jugend anbietet- das muss man mal gesehen haben.
Als ob man zehn wäre. Und solange ist das ja nun nicht her:-)

25 08 2007
edlf

Ich sage nur „Leckmuschel“…hast schon Recht, wenn man mal so drüber nachdenkt, kommt man sich richtig alt vor…aber ganz so schlimm ist es ja nun auch noch nicht. Wir kommen immerhin noch ohne Pfadfinder über die Strasse 😉

Einen Emulator braucht man nicht, muss das Teil aber unter dem Windows 95 Kompatibilitätsmodus (was für ein Wort) starten…und es läuft unter Vista nur bei einer Schriftgröße von 96dpi…weiß der Geier warum. Nun ja…

Übrigens passt noch ganz gut zum Thema, dass gestern Abend in den Nachrichten über die „Steinzeit der Computerspiele“ berichtet wurde…dazu lief im Hintergrund „Giana Sisters“…so, so…Steinzeit…

Gruß,
Martin

19 02 2008
Giana Sisters…lang, lang ists her… « Martins Blog

[…] hatte Euch ja vor einiger Zeit von meinem Jugendflashback beim Spiel “Ports of call” berichtet. Heute bin ich auf etwas gestoßen, was mich noch viel weiter in die Vergangenheit […]

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