BibCamp 6 in Nürnberg

12 04 2013

Hallo zusammen,

es ist wieder soweit, das BibCamp steht an. Was ist das BibCamp? Nun, nunmehr im 6. Jahr ist das BibCamp eine sogenannte Unkonferenz. Dabei geht es um den direkten Erfahrungsaustausch, das offen Diskutieren über bibliotheksrelevante Themen und das Treffen mit vielen tollen Kollegen im “real life”. Gerade letzteres ist für mich immer wieder ein Highlight. Durch SocialMedia sind die Bibliotheken in den vergangenen Jahren deutlich enger zusammen gerückt und ich chatte, maile, poste und videokonferiere oft und gern mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus aller Herren Bibliotheken…aber, trotz der Technik, geht eben nichts über das direkte Gespräch. Und so ist das aktuelle BibCamp für  ich sicher auch ein Teil Arbeit, aber vor allem ein großes Familientreffen.

Anders als bei vielen anderen Konferenzkonzepten gibt es beim BibCamp keine Tagesordnung und auch keine Besucher. Alle sind Teilnehmer und die Tagesordnung entsteht vor Ort….und ist trotzdem fluide. Dieses Mal geht es nach Nürnberg….in der dortigen Friedrich-Alexander-Universität hat das ORGA-Team super Arbeit geleistet…

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Brezen, Getränke, Kekse, Kuchen, W-Lan, Notizblöcke, Hocker…alles da! Schon mal vielen Dank ans Team an dieser Stelle. Zu den Sessions. Eigentlich wollte ich dieses Mal gar keine halten, aber gutes Zureden hat mich überzeugt ;) . Diejenigen, die mich kennen und meine Auftritte bei den letzten BibCamps erlebt haben, ahnen schon was kommt, es ging um Social Media ;) . Aber, dieses Mal nicht ausschließlich um Facebook, sondern insbesondere auch um Seniorbook und die Idee des Social Media im Allgemeinen.

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Viele neue Gesichter habe ich in der Session gesehen und viele Fragen konnten, hoffe ich, beantwortet werden. Grüße nach Würzburg an dieser Stelle ;) . Interessante Gespräche wurden geführt, Social Media hilft dabei, die Bibliothek zu “vermenschlichen”, die Bibliothek wir zu einer natürlichen Person. Humor ist eine wichtige Sache bei solchen Auftritten und so sollte ein guter Facebook-Auftritt auf jeden Fall unerthalten und eben kein One-Way-Newsletter-Kanal sein.

Insgesammt drei “Slots” gab es heute. Wie in den vergangenen Jahren auch, hätten sich viele Teilnehmer gerne geklont, weil soviel Interessantes dabei war. Hier mal ein Blick auf die “Offline-Variante….die Online-Version gibt es HIER.

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Nach meiner eigenen Session war ich bei Steffi Hotze ( @diplBibl ) in ihrer Session zum Thema “Reden wir an unseren Nutzern vorbei?”. Eine durchaus berechtigte und spannende Frage. Wieviel nehmen die Neuleser bei einer Anmeldung auf und was rauscht an ihnen vorbei. Muss der Katalog wirklich OPAC heißen und was ist eigentlich eine Signatur. Es ist auf jeden Fall eine gute Idee, seine “Bibliothekssprech” ab und an mal zu überdenken.

Humor bei Schulungen hieß die letzte Session, an der ich heute teilgenommen habe. Wer meine Kollegen und die Mediothek kennt, weiß, dass Humor ein Pfund ist, mit dem wir durchaus wuchern können. Was glaube ich, nicht funktioniert, ist der Versuch, Humor zu erzwingen oder einzustudieren. Jedenfalls klappt das bei mir nicht.  Wenig überraschend, wurde bei dieser Session nicht nur ernsthaft diskutiert, sondern auch herzhaft gelacht.

Apropos herzhaft….nach den letzten Stunden harter Arbeit gab es jetzt…..PIZZA!

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Erstes Fazit vom BibCamp 6….rundum gelungene Sache. Eine Anmerkung habe ich noch….mehr Teilnehmer als die aktuell knapp 175 dürfen es wirklich nicht sein, sonst geht das informelle verloren und die “Frischlinge” scheinen ein wenig Hemmungen zu haben, Sessions vorzuschlagen ;)

Morgen geht es weiter, ich bin gespannt. Bis dahin sage ich erstmal….

Gruß, Martin





Sag mal, machst Du das freiwillig….oder warum wir Bibliotheken brauchen!

15 01 2013

Hallo zusammen,

heute mal keine Flugzeuge, jedenfalls nicht primär. Fangen wir vorne an. Am vergangenen Wochenende war ich mit Kollegen der Zukunftswerkstatt in Wuppertal. Mit Kollegen von was? Die Zukunftswerkstatt ist ein Verein, der sich um die Zukunft in Bibliotheken kümmert, um neue Ideen, neue Konzepte und neue Technologien. Ich habe schon länger immer mal wieder mit dem Verein zusammen gearbeitet und seit kurzem bin ich Mitglied. Am Wochenende ging es um Projekte für 2013 und um viele spannende Kleinigkeiten. Als ich Montag wieder in “meiner” Bibliothek war und ein bisschen davon erzählt kam die Frage einer Kollegin “Sag mal, machst Du das eigentlich freiwillig….” Da war ich dann doch etwas baff. Ja, mache ich….ich zahle sogar dafür. Warum?

Nun, es gibt drei, eventuell vier Dinge, die mich unheimlich interessieren  im Leben. Das ist zum einen meine Frau, ohne die das Alles eh keinen Sinn hätte, dann die Fotografie und Bibliotheken….böse Zungen würden behaupten, Essen gehört auf jeden Fall auch in diese Liste ;) . Die Prioritäten dieser vier variieren, mit Ausnahme der erst genannten.
Warum Bibliotheken? Den Versuch die Fasziantion der Fotografie zu erklären, erspare ich Euch, wenn ihr verliebt seid, kennt ihr den Grund für das Erste und essen tun wir irgendwie alle gern, oder? Na ja, das ein oder andere Model nehme ich da mal raus. Bleibt die Bergündung für die Faszination von Bibliotheken!

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Bibliotheken sind Horte des Wissens. Bibliotheken sind wichtig für die Gesellschaft. In Bibliotheken öffnet sich einem die ganze Welt auf kleinem Raum. Alles richtig, aber auch irgendwie, nun ja….abgehoben. Wir, also die Bibliotheken, haben da so ein Image…verstaubt, irgendwie der Welt entrückt und chronisch unterfinanziert. Aber wie sieht es in einer Bibliothek wirklich aus?
Ich habe durch meine Vorträge und aus purem Interesse schon ganz viele Bibliotheken besucht und könnte aus dem Nähkästchen plaudern, aber ich beschränke mich mal auf die Mediothek Krefeld. Wie ist es da so? Nun, schon seit Ewigkeiten, damals hießen wir noch Stadtbibliothek Krefeld, zeichen wir uns, wie übrigens viele Bibliotheken in Deutschland, durch kreative und engagierte Arbeit aus. Wir bieten Leseförderung, gehen in Kindergärten und Schulen um das Kulturwerkzeug “lesen” zu vermitteln. Unsere Lektoren sind Experten darin, den eigenen Bestand aufzubauen und zu pflegen. Anschaffungen von Medien werden überlegt und begründet, erst dann wird ein Buch gekauft. Wir arbeiten mit Firmen, Einrichtungen und dem Einzelhandel in unserer Region zusammen. Wir sind Anlaufstelle für Schüler, Eltern, Kinder, Lehrer, Gruppen, Einzelpersonen und Freaks ;) Wir schaffen es, Autoren in unser Haus zu holen, die aus ihren Büchern vorlesen und wir bieten Bastelnachmittage für Kinder an. Dafür brauchen wir Geld, dafür brauchen wir Technik, dafür brauchen wir aber vor allem engagierte Menschen. In einer Bibliothek zu arbeiten hat selten etwas mit “9 till 5″ zu tun. Wir sind alle irgendwie ein anderer Schlag Mensch. Wer einmal gesehen hat, wie Kinderprogramme durchgeführt werden, wie viel Arbeit in Projektanträgen und in all dem steckt, der weiß, was es heißt “Bibliotheksmensch” zu sein. Für mich ganz persönlich ist es die perfekte Mischung in einer Bibliothek zu arbeiten….ich habe die Zeit im Büro und vor allem die Zeit “am Kunden”. Wenn ich Morgens aus dem Haus gehe, weiß ich nicht, was mich den Tag über erwartet. Felxibel sein, sich anpassen, sich auf den Kunden einlassen, professionell auftreten…Kernelemente meines Jobs.

Und dann tauchen in der letzten Zeit immer wieder Artikel und Berichte auf. Bibliotheken haben keine Zukunft, ihre Zeit als Ausleihstation ist vorbei. Alles ist immer und überall abrufbar. Filme, Bücher, Informationen…alles kriegt man aus dem Netz. Für kleines Geld, vieles sogar kostenfrei. Wer also braucht noch eine Bibliothek. Sind die großen Häuser voller Bücher nicht ein Anachronismus, den keiner mehr braucht?

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Seit knapp drei Jahren betreue ich jetzt den Facebook-Auftritt der Mediothek. Wir haben damit Erfolg, die Vernetzung mit den Kunden klappt, ebenso die Vernetzung mit den Kollegen überall in Deutschland und sogar im Ausland. Ein erster Schritt…mehr nicht.
Die erste Frage ist, warum haben wir damit Erfolg? Drei Antworten: Mut, Kreativität und ein gutes Fundament.

Mut – Wir waren so ziemlich die ersten, die sich ins soziale Netz getraut haben. Es gab keine Handbücher, keine Vorbilder und weiß Gott viel Widerstand gegen unsere Idee, mit dem Kunden auf Augenhöhe zu kommunizieren.

Kreativität – Ich habe Glück, ich habe ne kreative Ader UND tolle Menschen um mich rum, denen es genauso geht. Die verrückten Sachen, das Edutainment und das Erschaffen des Brandings “Karo-Boys”, sowie der Erwerb des Rufes, Ahnung von der Materie zu haben, war zwar viel Spaß, aber auch eine Menge harter Arbeit und eben, Kreativität.

Das gute Fundament – Der Facebook-Auftritt würde nicht funktionieren, gäbe es all die tollen Dinge in der “echten” Mediothek nicht. Unsere komplette Offline-Arbeit, vom Einstellen, über das Lektorat, die Buchpflege, die Fernleihe, die Ausleihe, die Anmeldung, unsere Infodienste bis hin zu den Veranstaltungen sind es, die dafür sorgen, dass wir uns auch im virtuellen Raum präsentieren können. Das eine klappt nicht ohne das andere….
Und genau das müssen wir begreifen. So wie der Onlinepart nicht ohne “das Haus” auskommt, wird es eine Bibliothek nicht ohne die Community “da draußen” schaffen. Uns neu zu erfinden und dabei die Fähigkeiten die wir haben nicht zu vergessen, das ist die Herausforderung für Bibliotehken in den nächsten Jahren. Und damit müssen wir JETZT anfangen. Bibliotheken lassen sich gerne “Informationsdienstleister” und “Informationsexperten” nennen…dann tut auch was dafür. Die Bibliothek der Zukunft kann Menschen mit Problemen bei ihrem eBook-Reader helfen. Die Mitarbeiter kennen sich aus mit Facebook, G+, twitter, youtube, FlickR, Cloud, Open Data, xing, pinterest oder instagram…und wissen trotzdem noch, wie man ein Infogespräch führt, was eine Bibliographie ist und wie man einen flämischen Namen nach RAK ansetzt.

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Unsere Angst vor Neuem muss weichen. Und damit meine ich nicht mal so sehr die Technik…es muss nicht jeder alles können. Wie auch? Wir brauchen ein starkes Team in unseren Bibliotheken. Jürgen Klopp hat mal gesagt, er kann keine Meisterschaft holen mit 11 Mario Götzes….wir können keine Bibliothek führen mit 40 Facebook-Machern oder 30 Katalogisierungsspezialisten. Die Mischung macht es. Das Team muss an einem Strang ziehen….idealerweise in die selbe Richtung ;) . Und wenn die Bibliothek sich vom Ausleihort zum Aufenthaltsort wandelt? Wäre das ein Problem? Würde es uns stören, würden die “echten” Ausleihen um die Hälfte sinken, dafür aber eAusleihen explodieren und Menschen uns besuchen, weil man bei uns toll lernen kann, weil die Atmosphäre gut ist, weil es ein Café gibt und Aufladestationen fürs Smartphone. Würde es uns stören, wenn wir LAN-Parties für Gamer im Haus hätten? Oder regelmäßige Twitterlesungen? Wäre es ein Problem zweimal im Monat aus einem Raum eine Disco zu machen und sich damit zur “Szene-Location” zu entwickeln? Wäre es schlimm, einen Hacker- und Makerspace einzurichten, in dem Menschen ganz praktisch arbeiten können, Dinge erfinden und damit mit “ihrer” Bibliothek verwachsen? Wäre das schlimm…..? Wenn ja…sorry, dann brauchen wir keine Bibliotheken mehr. Dann macht die Häuser dicht! Wenn nicht….dann macht was! Ändert Eure Bibliothek! Seid kreativ! Lasst Euch nicht einengen! Sucht nach neuen Ideen ohne, und das ist wichtig, dabei Eure Kernkompetenzen zu vergessen…letztlich dienen wir den Menschen und wollen in deren Mitte sein!

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Zurück zur Eingangsfrage. Machst Du das freiwillig?
BibCamp, Twittwoch, Wuppen, Bibliothekartag, Bibliothekskongress, SocialCommunityDay, Bibliotheksbesuche, Livestreams….ja verdammt, ich mache viel wenn es um das Thema Bibliothek geht. Das meiste davon kostet mich Zeit und eine Menge Geld, aber ja, ich mache das freiwillig, weil ich glaube, dass ich den wichtigsten, geilsten und erfüllensten Job der Welt habe!

Liebe Grüße
Martin





Bibliothekskongress in Villach…

1 06 2012

Hallo zusammen,

jetzt wirds aber bibliothekslastig, was? Im Ernst, nach dem tollen Bibliothekartag vergangene Woche in Hamburg, ging es jetzt nach Villach in Österreich. Dieses Mal war ich zu einem Vortrag zum Thema Facebook in Bibliotheken eingeladen. Mit Germanwings ging es erstmal von Köln nach Klagenfurt….ich habe schon so oft in einem Flugzeug gesessen, aber ich genieße den Anblick da oben über den Wolken jedes Mal aufs Neue…

In Klagenfurt angekommen ging es erstmal zum Essen und dann in Richtung Villach. Durch wunderschöne Landschaften und besetzt mit netten Menschen, mit denen man sich ein wenig austauschen konnte, ging es per Zug an den Zielort. Villach! Am Wörthersee gelegen ist das ein wirklich schönes Städtchen…

Ein paar erste Gespräche konnte ich schon am Anreisetag führen. Da auch Christoph Deeg wieder mit von der Partie war, war es ne lustige und konstruktive Runde…ich möchte gerne die Mediothek mit in die “Deutsch-Amerikanische Gaming-Bibliotheks-Museums-Archiv-Liga” nehmen. Mal sehen was draus wird…

Heute also dann der eigentliche Vortragstag. Schon Morgens wurde auf den Fluren und Gängen des Kongresszentrum viel geredet und sich ausgetauscht. Riesig gefreut habe ich mich, endlich mal Simone Kremsberger und Jana Sommeregger “in Echt” getroffen zu haben. Beides sehr sympathische Mädels, die dem österreichischen Bibliothekswesen nur gut tun können ;)
Mein Vortrag war Teil eines ganzen Panels zum Thema Social Media. Mit mir zusammen hielten noch Johannes Neuer von der New York Public Library und Christoph Deeg Vorträge zum Thema. Das Ganze war ne runde Sache und wir fanden ein interessiertes Publikum vor. Unter anderem konnte ich auch Katharina Marie Bergmayr kennenlernen, die den genialen Facebook-Auftritt der Büchereien Wien macht…

Ein wenig überrascht war ich, dass die Fragen, die ich sonst eigentlich IMMER zu hören bekommen, nämlich:

  • Lohnt sich dieses Facebook überhaupt? Wieviele Leute haben sie denn mehr in der Bibliothek, weil sie Facebook haben?
  • Kommen sie mit ihrer Arbeitszeit hin, wenn sie Facebook machen?
  • Wie ist denn das mit dem Datenschutz bei Facebook?
  • Lässt ihre Leitung sie das alles einfach so machen?

dieses Mal überhaupt kein Thema waren. Spannend, vielleicht haben wir drei bei unseren Zuhörern tatschlich Interesse, vielleicht sogar Begeisterung geweckt? Ich würde mich freuen….wobei ich bei dem Satz von Christoph “Ihre Bestände werden zunehmend unwichtiger” doch bei dem einen oder anderen Gast ein leichtes Zucken im Gesicht gesehen zu haben glaube ;)

Wie auch immer, es war eine tolle Stimmung und ich habe selten eine so perfekt organisierte Veranstaltung erlebt. Da passte alles, von der Verpflegung über die Technik bis zur guten Laune. Einen würdigen Abschluss fand das Ganze dann am Donnerstag Abend mit einem tollen Essen und einer sehr guten Liveband. Auch hier wurde an den Tischen fleißig gefachsimpelt und Visitekarten ausgetauscht. Alles in allem eine lohnende Sache für mich. Ich hoffe sehr, dass auch das Publikum seinen Spaß hatte und ich ein bisschen was von den Möglichkeiten und der Faszination von Social Media vermitteln konnte….wenn noch Fragen auftauchen sollten…immer her damit oder gerne per Mail an die Addy im Reiter “Kontakt/Über mich”….oder über Facebook natürlich ;)

So, dann haue ich mich mal hin, ein bissche müde bin ich dann jetzt schon ;)
Gute Nacht und viel Spaß mit Social Media….
Martin

P.S.: Verzeiht eventuelle Tippfehler….wir haben 2.27h ;)





Bibliothekartag 2012 in Hamburg

24 05 2012

Hallo zusammen,

das war mal wieder was. Im vergangenen Jahr wurde ich noch via Skype auf den Bibliothekartag zugeschaltet. In diesem Jahr war ich für zwei Vorträge der Zukunftswerkstatt selbst vor Ort. Das ganze war eine rundum gelungene Sache. Zum einen war es klasse, mal wieder die tollen Leute von der Zukunftswerkstatt wiederzusehen. Man kommuniziert zwar ständig über das Netz, aber so “in Echt” ist es doch was anderes….wären jetzt noch Tibor, Sarah und Bodo da gewesen, wäre die “BibCamp-Gang” komplett gewesen. Wie auch immer, meine Vorträge haben mir Spaß gemacht, die Fragen waren interessant und ich hoffe inständig, dass meine Zuhörer auch was davon mitgenommen haben….

Für mich mal was Neues….keiner der beiden Vorträge hatte das Thema “Facebook” ;) Es ging um unser Projekt “Mediothek Digital”, also die Präsentation von eReadern, Tablets und Smartphones im Foyer der Mediothek Krefeld und des Ausbau unseres eBook-Bestandes. Das zweite Thema war “Librarything for Libraries”. Hinter dem sperrigen Titel verbrigt sich eine Kataloganreicherungssoftware für unseren Katalog. Das heißt, die Nutzer haben erstmals die Möglichkeit, Rezensionen in unseren Bibliothekskatalog zu schreiben. Interessante Sache.

Für mich ein, wenn nicht DAS Highlight: Justin Hoenke. Der Typ ist Bibliothekar aus Portland und revolutioniert gerade die Bibliothekslandschaft, indem er “Gaming” in die Bibliothek holt. Faszinierend war das, was wir da zu hören bekamen. Lesekompetenz durch Spiele schulen. Der Community geben, was sie haben will…dazu dieser sympathische, lockere Typ…am liebsten hätte ich ihn mitgenommen ;) Nun ja, ich habe einiges an Ideen mitgenommen….also Kollegen, der Bekloppte mit dem Facebook und Internetkram kommt jetzt auch noch mit Computerspielen ;)

Jan Homquist war auch vor Ort, er hat ein geniales Projekt laufen, am besten mal einen Blick auf den BLOG werfen. Mir hat es gezeigt, dass mein Englisch etwas aufgefrischt werden müsste und dass, wenn alle Bibliothekare so wären, wir uns um unsere Kiddies keine Sorgen mehr machen bräuchten. Ich glaube, dass wir mit der Mediothek auf einem ganz guten Weg sind. Ich für meinen Teil versuche, den Laden immer vorne mit dabei zu halten….mit den Mitteln, mit denen ich es kann. Schaut mal mal auf das, was wir alles leisten, können wir, denke ich, stolz auf uns sein. SLC, Lesetreppe, Zwergenbibliothek, Mediothek Digital, Librarything, FlickR, Facebook, Cache, WLan, Netbooks, Studios, Lesecafé und all die Tausend Dinge, die ich jetzt vergessen hab…

Aber back to the Bibliothekartag: Mit einer Grußbotschaft meiner Chefin ausgestattet habe ich auch Robi einen Besuch abgestattet…dem Bücherbus der Stadtbibliothek Heilbron ;)

Ziemlich cool wurde es dann auch am Abend, als wir mit einigen Zukunftsentwicklern, Justin und Jan in Schumachers Biergarten am Stadtpark eingekehrt sind. Das war richtig klasse, gute Laune, interessante Gespräche, die von Bibliotheken über Filme bis hin zur Musik reichten. Der ganze Tag war inspirierend und ich war erst spät, sehr spät im Bett ;)

Richtig gefreut habe ich mich über diesen Tweet hier….vielen, vielen Dank dafür….

So, und alle, die sich wundern….wie kann der denn in Hamburg sein, einen Blogeintrag machen und es kommt nicht ein Schiff drin vor? Keine Panik, ein Bild folgt jetzt gleich hier….aber nur als Aufwärmer für einen Tripreport mit ganz vielen Schiffen…der braucht aber noch ein paar Tage. Nur so viel vorab…das Wetter war klasse und das Licht am frühen Donnerstag Morgen ein Traum…

Das soll es gewesen sein…mal sehen, was sich aus den Ideen in meinem Kopf verwirklichen lässt…auf jeden Fall hat es mal wieder ne Menge Spaß gemacht mit der Zukunftswerkstatt ;) Danke an Euch, ihr seid klasse….

Gruß
Martin








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