Spotten in Nürnberg 13.04.2013

13 04 2013

Hallo Leute,

wie bei jedem BibCamp habe ich auch in Nürnberg versucht ein bisschen meinem Hobby, der Flugzeugfotografie, nachzugehen ;) . Soooo viel ist am Airport Nürnberg jetzt nicht los gewesen, aber mit einer interessanten Challenger gab es dann doch etwas zu sehen…

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Wer mag kann ja mal auf das Bild klicken und sich die anderen Fotos ansehen. Wie immer hoffe ich, es hat Euch gefallen…

Gruß, Martin





Stadtbibliothek Nürnberg

13 04 2013

Hi Leute,

im Rahmen des BibCamp ergab sich die Möglichkeit, an einer Führung durch die Stadtbibliothek Nürnberg teilzunehmen. Mit 642 Jahren ist die STB Nürnberg die älteste Stadtbibliothek im deutschsprachigen Raum…allerdings ist sie sicher kein altbackenes Haus. Erst vor wenigen Monaten gab es eine Neueröffnung und es gibt ne Menge zu sehen…

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Frische Farben dominieren im Haus. Interessant ist, dass sich die Bibliothek in mehreren Häusern befindet. Derzeit muss vieles noch nachjustiert werden, aber das was schon funktioniert ist durchaus eindrucksvoll.

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Sicherlich ein Highlight ist der Blick auf das Café. Der Kontrast zwischen Moderne und Historie ist faszinierend…

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Ein neues Regalsystem hat Einzug in die Räumlichkeiten gehalten. Die französische Firma hat ein sehr flexibles System installiert. Ob sich das ganze im Alltag bewährt wird sich zeigen…erste kleiner Kratzer haben wir dann doch gefunden ;)

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…ach ja… Bücher gibts auch ;)

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Sogar ganz besondere. Die Hanschriftenabteilung ist schon sehr beeindruckend, besonders da Teile davon sehr effektvoll in einem besonderen Raum präsentiert werden. Ich bin ja bekennender Fan vom digitalen Lesen, aber so etwas hat ja schon was, oder?

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Und dann ein krasser Sprung in die Gegenwart…die Kinder- und Jugenbücherei präsentiert sich modern und zukunftsorientiert…

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…und zum Schluss gibt es dann noch diesen Ausblick….zum genießen ;)

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Alles in allem gibt es an vielen Ecken noch einiges zu tun, aber das, was die Kollegen da leisten ist schon toll. Auch die Ausstattung, die noch installiert werden soll macht Lust auf mehr. Stichwörter sind hier W-Lan, Hörstationen und Blindenleitsysteme und vieles mehr. Was ich an vielen Bibliotheksneubauten immer so schade finde ist die Tatsache, dass es dort gekaufte Regale gibt. Irgendwie wirkt das selten wie aus einem Guss. Und da man ja immer sagt, zu Hause ist es am schönsten, muss ich am Ende dann doch sagen….die Mediothek Krefeld mit ihrem Atrium, der kompletten Visibilität des Hauses auf einem Blick und den passgenauen, extra fürs Haus angefertigtenRegalen ist dann doch meine Lieblingsbibliothek…aber vielleicht bin ich auch ein bisschen befangen ;

Auf jeden Fall war das eine tolle Führung durch das Haus, zumal das alles recht spontan war. Dafür an dieser Stelle mal: Herzlichen Dank.

Gruß, Martin





BibCamp 6 in Nürnberg

12 04 2013

Hallo zusammen,

es ist wieder soweit, das BibCamp steht an. Was ist das BibCamp? Nun, nunmehr im 6. Jahr ist das BibCamp eine sogenannte Unkonferenz. Dabei geht es um den direkten Erfahrungsaustausch, das offen Diskutieren über bibliotheksrelevante Themen und das Treffen mit vielen tollen Kollegen im “real life”. Gerade letzteres ist für mich immer wieder ein Highlight. Durch SocialMedia sind die Bibliotheken in den vergangenen Jahren deutlich enger zusammen gerückt und ich chatte, maile, poste und videokonferiere oft und gern mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus aller Herren Bibliotheken…aber, trotz der Technik, geht eben nichts über das direkte Gespräch. Und so ist das aktuelle BibCamp für  ich sicher auch ein Teil Arbeit, aber vor allem ein großes Familientreffen.

Anders als bei vielen anderen Konferenzkonzepten gibt es beim BibCamp keine Tagesordnung und auch keine Besucher. Alle sind Teilnehmer und die Tagesordnung entsteht vor Ort….und ist trotzdem fluide. Dieses Mal geht es nach Nürnberg….in der dortigen Friedrich-Alexander-Universität hat das ORGA-Team super Arbeit geleistet…

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Brezen, Getränke, Kekse, Kuchen, W-Lan, Notizblöcke, Hocker…alles da! Schon mal vielen Dank ans Team an dieser Stelle. Zu den Sessions. Eigentlich wollte ich dieses Mal gar keine halten, aber gutes Zureden hat mich überzeugt ;) . Diejenigen, die mich kennen und meine Auftritte bei den letzten BibCamps erlebt haben, ahnen schon was kommt, es ging um Social Media ;) . Aber, dieses Mal nicht ausschließlich um Facebook, sondern insbesondere auch um Seniorbook und die Idee des Social Media im Allgemeinen.

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Viele neue Gesichter habe ich in der Session gesehen und viele Fragen konnten, hoffe ich, beantwortet werden. Grüße nach Würzburg an dieser Stelle ;) . Interessante Gespräche wurden geführt, Social Media hilft dabei, die Bibliothek zu “vermenschlichen”, die Bibliothek wir zu einer natürlichen Person. Humor ist eine wichtige Sache bei solchen Auftritten und so sollte ein guter Facebook-Auftritt auf jeden Fall unerthalten und eben kein One-Way-Newsletter-Kanal sein.

Insgesammt drei “Slots” gab es heute. Wie in den vergangenen Jahren auch, hätten sich viele Teilnehmer gerne geklont, weil soviel Interessantes dabei war. Hier mal ein Blick auf die “Offline-Variante….die Online-Version gibt es HIER.

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Nach meiner eigenen Session war ich bei Steffi Hotze ( @diplBibl ) in ihrer Session zum Thema “Reden wir an unseren Nutzern vorbei?”. Eine durchaus berechtigte und spannende Frage. Wieviel nehmen die Neuleser bei einer Anmeldung auf und was rauscht an ihnen vorbei. Muss der Katalog wirklich OPAC heißen und was ist eigentlich eine Signatur. Es ist auf jeden Fall eine gute Idee, seine “Bibliothekssprech” ab und an mal zu überdenken.

Humor bei Schulungen hieß die letzte Session, an der ich heute teilgenommen habe. Wer meine Kollegen und die Mediothek kennt, weiß, dass Humor ein Pfund ist, mit dem wir durchaus wuchern können. Was glaube ich, nicht funktioniert, ist der Versuch, Humor zu erzwingen oder einzustudieren. Jedenfalls klappt das bei mir nicht.  Wenig überraschend, wurde bei dieser Session nicht nur ernsthaft diskutiert, sondern auch herzhaft gelacht.

Apropos herzhaft….nach den letzten Stunden harter Arbeit gab es jetzt…..PIZZA!

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Erstes Fazit vom BibCamp 6….rundum gelungene Sache. Eine Anmerkung habe ich noch….mehr Teilnehmer als die aktuell knapp 175 dürfen es wirklich nicht sein, sonst geht das informelle verloren und die “Frischlinge” scheinen ein wenig Hemmungen zu haben, Sessions vorzuschlagen ;)

Morgen geht es weiter, ich bin gespannt. Bis dahin sage ich erstmal….

Gruß, Martin





Sag mal, machst Du das freiwillig….oder warum wir Bibliotheken brauchen!

15 01 2013

Hallo zusammen,

heute mal keine Flugzeuge, jedenfalls nicht primär. Fangen wir vorne an. Am vergangenen Wochenende war ich mit Kollegen der Zukunftswerkstatt in Wuppertal. Mit Kollegen von was? Die Zukunftswerkstatt ist ein Verein, der sich um die Zukunft in Bibliotheken kümmert, um neue Ideen, neue Konzepte und neue Technologien. Ich habe schon länger immer mal wieder mit dem Verein zusammen gearbeitet und seit kurzem bin ich Mitglied. Am Wochenende ging es um Projekte für 2013 und um viele spannende Kleinigkeiten. Als ich Montag wieder in “meiner” Bibliothek war und ein bisschen davon erzählt kam die Frage einer Kollegin “Sag mal, machst Du das eigentlich freiwillig….” Da war ich dann doch etwas baff. Ja, mache ich….ich zahle sogar dafür. Warum?

Nun, es gibt drei, eventuell vier Dinge, die mich unheimlich interessieren  im Leben. Das ist zum einen meine Frau, ohne die das Alles eh keinen Sinn hätte, dann die Fotografie und Bibliotheken….böse Zungen würden behaupten, Essen gehört auf jeden Fall auch in diese Liste ;) . Die Prioritäten dieser vier variieren, mit Ausnahme der erst genannten.
Warum Bibliotheken? Den Versuch die Fasziantion der Fotografie zu erklären, erspare ich Euch, wenn ihr verliebt seid, kennt ihr den Grund für das Erste und essen tun wir irgendwie alle gern, oder? Na ja, das ein oder andere Model nehme ich da mal raus. Bleibt die Bergündung für die Faszination von Bibliotheken!

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Bibliotheken sind Horte des Wissens. Bibliotheken sind wichtig für die Gesellschaft. In Bibliotheken öffnet sich einem die ganze Welt auf kleinem Raum. Alles richtig, aber auch irgendwie, nun ja….abgehoben. Wir, also die Bibliotheken, haben da so ein Image…verstaubt, irgendwie der Welt entrückt und chronisch unterfinanziert. Aber wie sieht es in einer Bibliothek wirklich aus?
Ich habe durch meine Vorträge und aus purem Interesse schon ganz viele Bibliotheken besucht und könnte aus dem Nähkästchen plaudern, aber ich beschränke mich mal auf die Mediothek Krefeld. Wie ist es da so? Nun, schon seit Ewigkeiten, damals hießen wir noch Stadtbibliothek Krefeld, zeichen wir uns, wie übrigens viele Bibliotheken in Deutschland, durch kreative und engagierte Arbeit aus. Wir bieten Leseförderung, gehen in Kindergärten und Schulen um das Kulturwerkzeug “lesen” zu vermitteln. Unsere Lektoren sind Experten darin, den eigenen Bestand aufzubauen und zu pflegen. Anschaffungen von Medien werden überlegt und begründet, erst dann wird ein Buch gekauft. Wir arbeiten mit Firmen, Einrichtungen und dem Einzelhandel in unserer Region zusammen. Wir sind Anlaufstelle für Schüler, Eltern, Kinder, Lehrer, Gruppen, Einzelpersonen und Freaks ;) Wir schaffen es, Autoren in unser Haus zu holen, die aus ihren Büchern vorlesen und wir bieten Bastelnachmittage für Kinder an. Dafür brauchen wir Geld, dafür brauchen wir Technik, dafür brauchen wir aber vor allem engagierte Menschen. In einer Bibliothek zu arbeiten hat selten etwas mit “9 till 5″ zu tun. Wir sind alle irgendwie ein anderer Schlag Mensch. Wer einmal gesehen hat, wie Kinderprogramme durchgeführt werden, wie viel Arbeit in Projektanträgen und in all dem steckt, der weiß, was es heißt “Bibliotheksmensch” zu sein. Für mich ganz persönlich ist es die perfekte Mischung in einer Bibliothek zu arbeiten….ich habe die Zeit im Büro und vor allem die Zeit “am Kunden”. Wenn ich Morgens aus dem Haus gehe, weiß ich nicht, was mich den Tag über erwartet. Felxibel sein, sich anpassen, sich auf den Kunden einlassen, professionell auftreten…Kernelemente meines Jobs.

Und dann tauchen in der letzten Zeit immer wieder Artikel und Berichte auf. Bibliotheken haben keine Zukunft, ihre Zeit als Ausleihstation ist vorbei. Alles ist immer und überall abrufbar. Filme, Bücher, Informationen…alles kriegt man aus dem Netz. Für kleines Geld, vieles sogar kostenfrei. Wer also braucht noch eine Bibliothek. Sind die großen Häuser voller Bücher nicht ein Anachronismus, den keiner mehr braucht?

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Seit knapp drei Jahren betreue ich jetzt den Facebook-Auftritt der Mediothek. Wir haben damit Erfolg, die Vernetzung mit den Kunden klappt, ebenso die Vernetzung mit den Kollegen überall in Deutschland und sogar im Ausland. Ein erster Schritt…mehr nicht.
Die erste Frage ist, warum haben wir damit Erfolg? Drei Antworten: Mut, Kreativität und ein gutes Fundament.

Mut – Wir waren so ziemlich die ersten, die sich ins soziale Netz getraut haben. Es gab keine Handbücher, keine Vorbilder und weiß Gott viel Widerstand gegen unsere Idee, mit dem Kunden auf Augenhöhe zu kommunizieren.

Kreativität – Ich habe Glück, ich habe ne kreative Ader UND tolle Menschen um mich rum, denen es genauso geht. Die verrückten Sachen, das Edutainment und das Erschaffen des Brandings “Karo-Boys”, sowie der Erwerb des Rufes, Ahnung von der Materie zu haben, war zwar viel Spaß, aber auch eine Menge harter Arbeit und eben, Kreativität.

Das gute Fundament – Der Facebook-Auftritt würde nicht funktionieren, gäbe es all die tollen Dinge in der “echten” Mediothek nicht. Unsere komplette Offline-Arbeit, vom Einstellen, über das Lektorat, die Buchpflege, die Fernleihe, die Ausleihe, die Anmeldung, unsere Infodienste bis hin zu den Veranstaltungen sind es, die dafür sorgen, dass wir uns auch im virtuellen Raum präsentieren können. Das eine klappt nicht ohne das andere….
Und genau das müssen wir begreifen. So wie der Onlinepart nicht ohne “das Haus” auskommt, wird es eine Bibliothek nicht ohne die Community “da draußen” schaffen. Uns neu zu erfinden und dabei die Fähigkeiten die wir haben nicht zu vergessen, das ist die Herausforderung für Bibliotehken in den nächsten Jahren. Und damit müssen wir JETZT anfangen. Bibliotheken lassen sich gerne “Informationsdienstleister” und “Informationsexperten” nennen…dann tut auch was dafür. Die Bibliothek der Zukunft kann Menschen mit Problemen bei ihrem eBook-Reader helfen. Die Mitarbeiter kennen sich aus mit Facebook, G+, twitter, youtube, FlickR, Cloud, Open Data, xing, pinterest oder instagram…und wissen trotzdem noch, wie man ein Infogespräch führt, was eine Bibliographie ist und wie man einen flämischen Namen nach RAK ansetzt.

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Unsere Angst vor Neuem muss weichen. Und damit meine ich nicht mal so sehr die Technik…es muss nicht jeder alles können. Wie auch? Wir brauchen ein starkes Team in unseren Bibliotheken. Jürgen Klopp hat mal gesagt, er kann keine Meisterschaft holen mit 11 Mario Götzes….wir können keine Bibliothek führen mit 40 Facebook-Machern oder 30 Katalogisierungsspezialisten. Die Mischung macht es. Das Team muss an einem Strang ziehen….idealerweise in die selbe Richtung ;) . Und wenn die Bibliothek sich vom Ausleihort zum Aufenthaltsort wandelt? Wäre das ein Problem? Würde es uns stören, würden die “echten” Ausleihen um die Hälfte sinken, dafür aber eAusleihen explodieren und Menschen uns besuchen, weil man bei uns toll lernen kann, weil die Atmosphäre gut ist, weil es ein Café gibt und Aufladestationen fürs Smartphone. Würde es uns stören, wenn wir LAN-Parties für Gamer im Haus hätten? Oder regelmäßige Twitterlesungen? Wäre es ein Problem zweimal im Monat aus einem Raum eine Disco zu machen und sich damit zur “Szene-Location” zu entwickeln? Wäre es schlimm, einen Hacker- und Makerspace einzurichten, in dem Menschen ganz praktisch arbeiten können, Dinge erfinden und damit mit “ihrer” Bibliothek verwachsen? Wäre das schlimm…..? Wenn ja…sorry, dann brauchen wir keine Bibliotheken mehr. Dann macht die Häuser dicht! Wenn nicht….dann macht was! Ändert Eure Bibliothek! Seid kreativ! Lasst Euch nicht einengen! Sucht nach neuen Ideen ohne, und das ist wichtig, dabei Eure Kernkompetenzen zu vergessen…letztlich dienen wir den Menschen und wollen in deren Mitte sein!

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Zurück zur Eingangsfrage. Machst Du das freiwillig?
BibCamp, Twittwoch, Wuppen, Bibliothekartag, Bibliothekskongress, SocialCommunityDay, Bibliotheksbesuche, Livestreams….ja verdammt, ich mache viel wenn es um das Thema Bibliothek geht. Das meiste davon kostet mich Zeit und eine Menge Geld, aber ja, ich mache das freiwillig, weil ich glaube, dass ich den wichtigsten, geilsten und erfüllensten Job der Welt habe!

Liebe Grüße
Martin





#bkc12 BibCamp 5 meets KnowledgeCamp in Köln

17 03 2012

Hallo zusammen,

das war mal wieder was. Ich bin heil und gesund aus Köln zurück und da alles noch so frisch ist, dachte ich mir, ich blogge lieber gleich ;) . Was soll ich sagen, es war mal wieder eine runde Sache. Das BibCamp, eine bibliothekarische Unkonferenz, fand zum 5. Mal statt….für mich war es das 4. Mal und ich muss sagen, es wurde jedes Jahr größer, aber es hat sich den BarCamp Charakter bewahrt….

Erstmal wurde das BibCamp mit dem Knowledge Camp zusammengelegt, daraus reslutierte auch der Hashtag #bkc12 . Für mich sind diese zwei Tage jedes Jahr ein Pflichttermin, bietet das Camp doch die Möglichkeit die Menschen, mit denen ich das ganze Jahr über twittere, chatte und “hangoute” “in Echt” zu sehen und sich auszutauschen. Die Stimmung die dort herrscht, ist eingentlich schwer zu erklären, aber es ist etwas Besonderes dabei zu sein. Frei, innovativ, kommunikativ, voranbringend….es macht einfach Spaß. Die Menschen, die dort aufschlagen, sind schon besonders und ich würde sie als die Vorreiter der Informationsgesellschaft bezeichnen wollen….Bibliotheken wären attraktivere Orte, dürften die Idee, die dort durch die Räume fliegen, umgesetzt werden…

Zeit für ein ganz persönliches Feedback….am Freitag ging es direkt mit der Vorstellungsrunde los….interessante Sache, Vorstellung von 200 Leuten in 20 Minuten. Spannend. Ich habe auch aus dem ersten Tag für mich und mein Arbeitsumfeld gute Infos mitgenommen. Es ging um interne Kommunikation und deren Verbesserung durch Wikis oder Zeitplanprogramme und um den Sinn oder Unsinn von Goolgleplus Seiten in Bibliotheken. Da ich für die Mediothek Krefeld auch eine Googleplus Seite betreue, war es wichtig für mich zu hören, wie die Kollegen den Nutzen davon beurteilen….und auch die Chancen für die Zukunft. Auch Facebook war am Freitag erneut ein Thema.
In der Stadtbibliothek Amberg werden im Anschluss an die Führungen von Kindern und Jugendliche kurze, etwa 10 Minuten dauernde, Facebook Einführungen gemacht. Etwas, was ich genial finde und gerne irgendwie in der Mediothek auch umsetzten würde. Meiner Meinung nach ist das ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zur Medienkompetenz.
Der Freitag klang aus mit einem tollen Abendprogramm…die Studies der FH Köln haben sich im organisieren einer unorganisierten Konferenz selbst übertroffen. Seien wir ehrlich, meist führt man die interessantesten Gespräche nicht IN den Sessions, sondern in den Pausen auf dem Flur…oder eben unter einem tollen Sternenhimmel im Innenhof der FH….

Nach kurzer Nacht ging es am Samstag weiter. Erstmal traf unser Mediotheks-Maskottchen Ben das BibCamp Maskottchen Horst ;)

Dann wurde es ernst. Nachdem ich am Freitag von einigen Leuten angesprochen wurde, doch nochmal was zum Thema Facebook zu erzählen habe ich eine Session dazu angeboten. Wir waren ein kleiner, aber interessierter Kreis…vor allem war es für mich interessant, mal die Sichtweisen von WBlern zu hören.

Gerade im Hinblick auf unser Projekt “Mediothek Digital” war die Session “Onleihe – schon tot?” für mich interessant. Am Beispiel von Verbünden in Schleswig-Holstein näherten wir uns dem Thema an und es wurden eifrig diskutiert. Ein Fazit daraus war, dass wir in der Fachkommunikation oftmals dazu neigen, die Onleihe totzureden. Auch eine Vergleichbarkeit von Zahlen ist schwierig, da oftmals nicht klar ist, wie groß die Bestände sind, abweichende Ausleihfristen und ähnliches machen das Ganze kompliziert.

Ganz was anderes wurde dann in der letzten Session diskutiert…Thema waren Comics. Bewußt habe ich mir eine Session ausgesucht, die völlig ab von meinem Arbeitsalltag ist. Faszinierende Einblicke habe ich da bekommen. Wichtig festzuhalten, Comics und Gaming sind nicht nur als “Lockmittel für Bibliotheken” zu werten, sondern eine wichtige Kunstform, die in vielen OEBs zu kurz kommt.

Bleibt ein letztes Fazit: Anfangen möchte ich mal mit einem ganz, ganz, ganz dicken Lob für die ORGA. Das war wirklich ganz große Klasse. Es war immer ein Ansprechpartner in der Nähe, die Saftbar war genial, das Abendprogramm fantastisch, das W-Lan durchgehend verfügbar, die Sessionplanungen klappten perfekt, das Gebaäude war super und wahrscheinlich habt ihr auch am Bombenwetter gedreht….deshalb kamen sie stehenden Ovationen am Ende der Abschlussdiskussion auch völlig zu Recht!

Es war, wie jedes Jahr, eine tolle Sache und ich freue mich jetzt schon auf den 12. und 13. April 2013….BibCamp 6 in Nürnberg ;) Vielen Dank auch an all die tollen Leute, mit denen ich sprechen konnte und die super Stimmung an den beiden Tagen….wie schön wäre es, wären alle Konferenzen so wie die BibCamps….

Infos zur Veranstaltung gibt es auch HIER ;)

Gruß
Martin





BibCamp 4 in Hamburg

13 03 2011

Hallo zusammen,

vor einiger Zeit hatte ich es hier ja schon agekündigt, an diesem Wochenende fand in Hamburg das BibCamp statt. Dabei handelt es sich um eine “Un”Konferenz mit dem Thema Bibliothek und Web 2.0. Nach Stuttgart und Hannover war es bereits mein drittes BibCamp und ich muss sagen, es war wieder wirklich klasse. Ganz anders als bei klassischen Konferenzen gibt es keine Tagesordnung und keine festen Redner. Die sog “Sessions” werden jeweils am entsprechenden Tag in großer Runde geplant und jeder kann Themen vorschlagen und die Sessions auch selber halten.

Ich habe an den Sessions “Munzinger, divibib, digibib und dann?”, “Onlinekataloge”, “Fachkommunikation” und “Web 2.0 für Schüler” teilgenommen und die Session “Facebook in Bibliotheken” selbst gehalten. Ich selbst konnte aus dem Treffen zum Thema “Fachkommunikation” nicht so viel für mich selbst herausholen, die drei anderen Sitzungen waren aber enorm informativ, gerade für ÖBler.

Zu meiner eigenen Session kann ich sagen, dass es mir sehr viel Spaß gemacht hat, mit den Kollegen in großer Runde zu diskutieren. Den Auftritt der Mediothek Krefeld gibt es jetzt ja schon seit etwa einem Jahr und wir haben viele Hürden und Stolpersteine schon genommen, vor denen wir die Kollegen warnen können. Aus dem Publikum kamen dann auch spannende Fragen, etwa wie hoch die Frequenz der eigenen Postings sein soll. Als Ergebnis kam dabei heraus, dass es keine pauschale Antwort darauf gibt. Während wir in Krefeld recht viel posten und damit wohl den Nerv der Leute treffen, gab es bei der Uni in Wien das Phänomen, dass, bedingt durch einen Krankheitsfall, längere Zeit nicht gepostet werden konnte und just in dieser Phase die Fanzahlen stiegen….bei Wiederaufnahme der Postings sanken sie sofort.

Die Frage nach dem “Was soll gepostet werden?” ist auch nicht eindeutig zu beantworten. Ich versuche in Krefeld eine Mischung aus Bestandshinweisen (oftmals mit tagesaktuellem Hintergrund), Tagesgeschäft und witzigen Dingen aus dem Weiten des Netztes zu verarbeiten. Festhalten kann man, dass “Blicke hinter die Kulissen” immer sehr, sehr gut ankommen. Ein Blick ins Büro, eigene, kleinere Fehler…alles was die Institution “Bücherei” menschlicher macht wird von den “Fans” geliebt und entsprechend “geliked” und kommentiert.

Auch kritischen Fragen musste ich mich stellen, Fragen nach dem Sinn für den Nutzer, dem Mehrwert, den ein solcher Auftritt liefert. Der Hauptaspekt ist dabei wohl das sich wandelnde Image von Bibliotheken. In vielen Köpfen ist einen Bibliothek immer noch verstaubt und langweilig. Das wir das nicht sind, können wir an vielen Stellen zeigen, eine davon ist eben auch Facebook. Aus dem Publikum kam dann auch der Hinweis, dass wir dort eine Plattform haben, wo wir unsere Mehrwertdienste (Munzinger, OPAC, Onleihe und ähnliches) schnell und charmant an den Mann bringen können. Als sehr schlagfertig empfand ich eine Kollegin, die auf den Ausspruch “Aber früher hat es ja auch ohne facebook geklappt” mit “Früher haben wir auch unsere Kleidung im Fluß gewaschen” reagierte ;) .

Ein weiteres Ergebnis dieser Session war die Tatsache, dass es jemanden braucht, der das Ganze mit Spaß und Ernsthaftigkeit betreut. Man muss fit im Netz sein und auf Änderungen reagieren können. Erfolg und Misserfolg einer Facebookseite hängen direkt mit dem Schreibstil und der Art und Geschwindigkeit von Reaktionen zusammen. In diesem Zusammenhang ist es auch enorm wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass auf einer Facebookseite auch Kritik ungefiltert ankommt. Das Krisenmanagement sollte auf jeden Fall angesprochen werden. Am Beispiel einer Bibliothek, welche Texte aus der Mediothek 1:1 übernommen hat und dann bei den Fans damit aufgefallen ist, habe ich auf die Community im Web 2.0 hingewiesen. Beiträge kommentarlos löschen, also Zensur zu üben, ist in den meisten Fällen keine Option. Ein FB Auftritt ist eine gute Möglichkeit, auf Kritik zu reagieren. Die Kritik wird bei Facebook so oder so geübt…habe ich einen eigenen Auftritt, kann ich besser darauf reagieren und bin nicht nur Zuschauer.

Liane Haensch war auch in der Facebook-Session und hat bereits darüber geblogt…vielen Dank dafür. HIER gehts zum Eintrag.

Als ganz persönlichen Eindruck bleibt mir noch zu sagen, dass ich es beim BibCamp immer wieder schön finde, wie offen dort alle für moderne Technologien sind. Der viel zitierte “Spirit” ist dort frei und nicht durch fianzielle oder sonstige Zwänge eingebremst. Was sich von den ganzen Ideen letztlich in einem verschuldeten, städtischen Umfeld umsetzten lässt, muss sich zeigen, aber ich denke ohne dieses Camp würde der Bibliothekswelt etwas wichtiges fehlen. Schaut man sich die Teilnehmerzahlen in den vergangen Jahren an, scheint es so, als ob das immer mehr Verantwortliche erkennen würden. Das zeigt sich auch in der hohen Anzahl an Teilnehmern, die dienstlich dort waren.

Bleibt zu sagen, dass es toll war, viele Menschen, die man über das ganze Jahr nur als “Profil” kennt mal “in Echt” zu sehen und zu sprechen und, dass es, wieder einmal, eine tolle Organisation war. An dieser Stelle geht ein ganz, ganz großer Dank an das ORGA-Team…vom W-Lan, über die Planungen bis hin zu Brötchen und Suppe…das war Spitze! Wir sehen uns dann alle im kommenden Jahr beim BibCamp 5 #bib5 ;)

Gruß, Martin





BibCamp 2011 in Hamburg

5 11 2010

Hallo zusammen,

so langsam wird es konkreter. Das kommende BibCamp findet in Hamburg statt und zwar am 11. und 12. März. Seit wenigen Minuten ist klar, dass die Anmeldung am dem 11.1.11 losgeht. Einen Termin, den ich rot im Kalender stehen habe, die letzten BibCamps waren echt eine Bereicherung…

Ich freue mich jetzt schon auf die vielen tollen Leute, viele Infos und ganz, ganz viel Imput. Also Leute, merkt Euch den Termin. Es gibt auch schon einen Hashtag, nicht wirklich überraschend ist es #bib4 ;) .

Gruß, Martin





BibCamp 2011 in Hamburg

7 07 2010

Hallo zusammen,

da ja hier doch einige Bibliotheksleute mitlesen, hier schonmal die Info für das nächste BibCamp. Das es in Hamburg sein würde war ja schon klar, aber jetzt steht auch ein Datum…der 11. und 12. März 2011 wird es werden…

Ich kann nur jedem empfehlen, sich das mal anzuschauen. Dieses Forum für Bibliotheksmenschen ist einfach genial und es bringt einem individuell so viel. Für mich steht fest, das ich dabei bin…Termin ist schon vorgemerkt ;)

Gruß, Martin








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