Hallo zusammen,
was war das doch für ein toller Abend gestern, bzw. heute Morgen. Die Mediothek Krefeld hat an der „Nacht der Bibliotheken“ teilgenommen. Diese bundesweite Aktion unter der Schrimherrschaft von Christine Westermann ist eine tolle Aktion. Dabei finden in vielen Bibliotheken ganz unterschiedliche Aktionen und Veranstaltungen statt. Wir hatten uns für eine Mischung aus Lesungen und Live-Musik entschieden. Kein Fehler, wie wir eben festgestellt haben. Obwohl der Vorverkauf erst schleppend anlief, hatten wir dann ein volles Haus. Um 20.30h war Einlass und die Menschen strömten in die Mediothek.

Das Jazzduo „Furiosef“ machte den Anfang. Obwohl die beiden recht „wild“ aussahen, zeichneten sie sich durch absolut geniale Improvisationen und Songs aus. Von leichter Jazzmusik bis zu verrückten Stücken mit quietschenden Gummihühnern und Fliegenklatschen als Instrumenten war alles dabei. Starke Sache, die beiden Jungs habe ich heftig unterschätzt…

„Smells like teen sprirt“ hieß die Geschichte, die der Autor Thomas Hoeps im Anschluss an den musikalischen Einstieg vorgelesen hat. Richtig klasse war diese Lesung. Der Autor hat eine angenehme Lesestimme und konnte durch sein Vorlesen die Leute „mitnehmen“ nach Bad Neuenahr, wo Kurgäste auf mysteriöse Art verschwanden.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten moderierte Helmut Wenderoth. Bekannt witzig, manchmal hintersinnig, aber immer punktgenau stimmte er die Zuhörer auf die nächsten Künstler ein. Besonders schön fand ich es, dass wir das Haus auch im normalen Umfang geöffnet hatten. So hatten wir richtig Leben in der Mediothek, während unten gelesen und gesungen wurde, wurde auf den Rampen gelauscht, zwischen den Regalen gestöbert und an den Verbuchern ausgeliehen. Um 22.30h bin ich bislang auch noch nie nach Lektürenhilfen zu „Nathan der Weise“ gefragt worden

Nach der Lesung war es wieder Zeit für Musik. Armin Küpper unterhielt die Leute mit Saxophon- und Digiredooklängen.

Letzteres ist jetzt nicht so mein Instrument, ich mag die Klänge daraus nicht so gerne. Das Saxophon dagegen klingt toll. Was ich am Auftritt von Armin Küpper besonders toll fand, war die Tatsache, dass er nicht nur statisch auf der Bühne stand, sondern durch die ganze Mediothek gelaufen ist… Saxophon spielend natürlich
Tolle Idee, die auch bei den Lesern super ankam…

„Vorwärts marsch, Ihr Mutagene!“ schrie Matthias Schamp danach ins Publikum. Obwohl er sein Programm leicht ändern musste, war er genial. Die Groteske „Das Medienbaby“ war ein Volltreffer, die Performance der „Mutagene“ war…nun ja…interessant
Die Zuhöhrer waren erst verdutzt, bedachten den Autor am Ende aber mit tosendem Applaus…

Um 23 Uhr legten „Furiosef“ noch mal los und übertrafen ihren ersten Auftritt. Witzig, skuril und genial. Sicherlich ein Highlight war die „Wahrheit über das Orchester auf der Titanic“…man muss es live gesehen haben, aber einen kleinen Eindruck gibt dieses „Unterwassertrompetenstück“
Einfach cool…
Als Highlight kam Ende noch Wolfgang Hohlbein. Wir hatten etliche Fantasyfans im Haus und die Zuhöhrer hingen an den Lippen des Erfolgsautors. Er hat aus seinem neuen Buch „Glut und Asche“ vorgelesen.

Nach Mitternacht verabschiedeten sich dann nach und nach unsere Gäste. An einigen Stehtischen wurde noch diskutiert, Interviews für die Presse wurden gegeben und es wurde sich nett unterhalten. Als ich um etwa halb zwei zu Hause war, ließ sich ein positives Resümee ziehen. Das war ein gelungener Abend. Das Feedback der Bescuher war, zumindest bei mir, ähnlich. Die Mischung war ausgewogen, die Künster durch die Bank weg interessant und auch unser Mediotheksteam war gut drauf (sind wir ja eigentlich immer) und hat den Abend souverän gemeistert. Bleibt zu hoffen, dass es den Besuchern auch so gut gefallen hat und…
Gruß, Martin







































